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Oliver Schürer

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Oliver Schürer, Senior Scientist Dipl.-Ing. Dr.techn.

Autor, Kurator, Editor, sowie Senior Scientist am Fachbereich Architekturtheorie der Technischen Universität Wien. Ursprünglich Tischlermeister, studierte er später Architektur an der Technischen Universität Wien und schloss mit einem Essay über die Konzepte von Raum und Zeit im Werk von Gilles Deleuze ab. In einem Forschungsprojekt der Computertechnik entwickelte er für sein Doktorat eine These zu „Automation und Einfühlung; die Evolution der Gebäudeautomation von funktionalistischen Konzepten zur zeitgenössischen Forschung über wahrnehmungsbewusste technische Systeme.“ Er hat zu den Themen „Technologie und Medien in der Architektur“, sowie „Architektur als soziokulturelles Feld“ an zahlreichen Forschungsprojekten, geladenen Vorträgen und Events teilgenommen, wie auch internationale Publikationen veröffentlicht.

Im Bereich „Technologie und Medien in der Architektur“ führte er seit 2000 verschiedene Forschungsprojekte durch, mit Fokus auf Theorie, kommerzielle Entwicklung und experimentelle Entwicklung von großflächigen Medienscreens und der Integration alternativer sozialer Medien. Im Zuge dessen kuratierte er auch einige größere Events. 2007 war er Co-Kurator der „Media Architecture Conference,“ an der „Central Saint Martins Innovation“ University of the Arts London. Im Jahr 2008 war er Kurator im Deutschen Architekturzentrum, DAZ, und Co-Kurator des Media Facades Festival Berlin 2008. Als Kurator leitete er auch 2010 die „Media Architecture Conference Vienna“ und er war zudem Co-Kurator der „Media Architecture Biennale.“ Als Visiting Researcher an der ETH Zürich war er Mitgründer des Forschungsschwerpunktes „Theorie und Technologie der Architektur.“ Momentane Forschungsprojekte sind “Public Space 2.0” und die “Die Automatismen der Architektur”.

Seit 2004 forscht er im Bereich „Architektur als soziokulturelles Feld“ zwischen Kreativindustrie und Kunstform. Hier untersuchte er in verschiedenen Projekten die Verhältnisse zwischen unterschiedlichen Bedeutungen und Aspekten von Architektur: als Designdisziplin für die gebaute Umgebung, als Szene, als Wirtschaftsbranche, als Lebensstil und nicht zuletzt als Erwerbsgrundlage. Das Projekt “architektur:consulting” untersuchte in Fallstudien und qualitativen Vergleichen die Arten von Expertisen in der Architektur. „Berufsfeld Architektur 1.0“ macht eine Bestandsaufnahme und Zeitdiagnose der Lebens- und Arbeitsbedingungen österreichischer Architekturschaffender. Auf Basis dieser ersten empirischen Erhebung von detaillierten Daten über die Domäne im deutschsprachigen Raum wurde mit ExpertInnen aus den Bereichen berufsrechtliche Situation, Perspektiven Berufseinstieg, soziale Netzwerke, Marktforschung, Kreativwirtschaft, Arbeitssoziologie, freie Berufe und Architektur, Vergleiche Architektur mit anderen Kreativbranchen auf volkswirtschaftlicher und europäischer Ebene eine Studie erstellt. Das momentane Projekt „Berufsfeld Architektur 2.0“ untersucht mit qualitativen Methoden individuelle Motive von Architekturschaffenden. Untersucht wird der Einfluss, den persönliche und gesellschaftliche Werte auf die Balance von sozialem Engagement, künstlerisch-kulturellen Leistungen, sowie Lebens- und Arbeitsbedingungen haben.